Infoportal Wuppertal http://infowpt.blogsport.de antifaschistische news aus´m Kiez. Sat, 26 Nov 2011 02:07:48 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Presse: Volksverhetzung in W-Vohwinkel http://infowpt.blogsport.de/2011/11/26/presse-volksverhetzung-in-w-vohwinkel/ http://infowpt.blogsport.de/2011/11/26/presse-volksverhetzung-in-w-vohwinkel/#comments Sat, 26 Nov 2011 02:07:48 +0000 Administrator .nazis und sonstige rechte .wuppertal .presse http://infowpt.blogsport.de/2011/11/26/presse-volksverhetzung-in-w-vohwinkel/ Mehrere Personen haben gegen Neonazis wegen Volksverhetzung Anzeige eingelegt. Im Folgenden ein Artikel der WZ dazu:

Mehrere Teilnehmer der friedlichen Großdemo haben sich bei der Polizei gemeldet.

Vohwinkel. Der friedliche Schweigemarsch von mehr als 2000 Wuppertalern am 9. November dieses Jahres in Vohwinkel beschäftigt jetzt die Staatsanwaltschaft. Der Grund: Mehrere Demonstrationsteilnehmer haben sich an die Polizei gewandt. Unter anderem wurde auch Strafanzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung erstattet. Wie berichtet, führte der Demonstrationszug an einem Mehrfamilienhaus an der Kaiserstraße vorbei, in dem mehrere Neonazis eine Wohnung angemietet haben.

Die Staatsanwaltschaft soll die strafrechtliche Relevanz prüfen

Von dort seien volksverhetzende Sprüche in Richtung der friedlichen Demonstranten skandiert worden, heißt es in Anzeigen beziehungsweise Zeugenhinweisen. Am Freitag bestätigte die Polizei, dass es aus der besagten Wohnung zwar lautstarke und provozierende Äußerungen gegeben habe. Die Polizei vor Ort habe das registriert, aber nicht als strafrechtlich relevant eingestuft. Deshalb seien am Demo-Abend keine Strafverfahren eingeleitet worden. Der Einsatz wurde mit den Worten „keine besonderen Vorkommnisse“ zusammengefasst.

Angesichts der jüngst eingegangenen Strafanzeigen, werde man jetzt die Hinweise der Staatsanwaltschaft zur rechtlichen Prüfung vorlegen. Wie berichtet, hatte unter anderem die Wuppertaler Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher, mehr oder weniger deutlich zu einer offenen und friedlichen Demonstration gegen Extremismus und Neonazis in Wuppertal aufgefordert. Bei dem Einsatz in Vohwinkel waren unter anderem mehrere hundert Polizeibeamte mehrere Stunden im Einsatz.

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Siemens-Transporter abgefackelt http://infowpt.blogsport.de/2011/11/15/siemens-transporter-abgefackelt/ http://infowpt.blogsport.de/2011/11/15/siemens-transporter-abgefackelt/#comments Tue, 15 Nov 2011 12:45:25 +0000 Administrator .wuppertal .presse http://infowpt.blogsport.de/2011/11/15/siemens-transporter-abgefackelt/ Hier dokumentieren wir ein Bekenner_innenschreiben, gefunden auf linksunten.indymedia.org.

Wir haben in der Nacht vom 10.11 auf den 11.11 einen Lieferwagen der Siemens AG in der Rudolfstraße mittels einfacher Grillbrickets abgefackelt.
Siemens behauptet, sie seien aus dem Geschäft mit der Atomkraft ausgestiegen. De Facto produzieren sie weiter fleißig Pumpen und anderes Material, was für AKWs und für Kraftwerke, die mit fossilen Brennstoffen laufen, genutzt wird.

Dass beides eine Sauerei ist, muss hier nicht weiter erklärt werden. Unsere Aktion soll eine Gedächtnisstütze für die Leute sein, die immer noch meinen, sie müssten ihre Kohle mit solchen Technologien machen.

Siemens beteiligt sich auch weiterhin am Krieg, der überall in der Welt auch mit in Deutschland produzierten Waffen geführt wird.

Wir zitieren an dieser Stelle aus der Presseerklärung des Hekla-Empfangskomitees, was vor einiger Zeit Berlin entschleunigt hat: „Die Gewohnheit, mit der hier jede Scheiße hingenommen oder durchgesetzt wird, muss durchbrochen werden.

Angeblich sind 70% der deutschen Bevölkerung gegen den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Trotzdem morden die Soldat_innen, der Waffenhandel floriert, die Aktien der Kriegsindustrie steigen. Der relative Reichtum hier begründet sich jeden Tag aufs Neue durch Krieg anderswo – durch Ressourcenklau und internationale Machtdemonstrationen.

Jeden Tag wird aus Deutschland Kriegsmaterial exportiert. Jeder Tag ist Kriegstag“
Wir sehen die Aktion als Teil der Kampagnen „Atomstaat stillegen“ und „War starts here“.

Atomausstieg ist Handarbeit!
Krieg dem Krieg!

AG Wärmeentwicklung

Presse:

http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/stadtteile/elberfeld-mitte-west/opel-transporter-angesteckt-kripo-sucht-zeugen-1.815984

Opel-Transporterangesteckt: Kripo sucht Zeugen

Elberfeld. Auf einem Firmengelände in der Rudolfstraße ist in der Nacht auf Freitag ein neuwertiger Transporter in Flammen aufgegangen und teilweise ausgebrannt. Vermutlich waren Brandstifter am Werk.

Gegen 1.45 Uhr wurde die Feuerwehr zum Einsatzort gerufen. Der vordere Bereich des Opel Vivaro stand zu diesem Zeitpunkt bereits in Flammen. Die Feuerwehr setzte Schaum, Wasser und Pulverlöscher ein und konnte so verhindern, dass die Flammen auch die Ladefläche und die darauf befindlichen Maschinen zerstörten. Der Einsatz dauerte etwa eineinhalb Stunden. Verletzt wurde niemand.

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9.November Überblick http://infowpt.blogsport.de/2011/11/09/9-november-ueberblick/ http://infowpt.blogsport.de/2011/11/09/9-november-ueberblick/#comments Wed, 09 Nov 2011 00:06:04 +0000 Administrator .nazis und sonstige rechte .wuppertal .termine .kurzmeldungen http://infowpt.blogsport.de/2011/11/09/9-november-ueberblick/ Heute, den 9.November 2011, jährt sich zum 73.mal der Jahrestag der Pogrome am 9.November 1938. In Wuppertal finden heute einige Veranstaltungen statt, Nazis wollen eine Kundgebung durchführen. Im Folgenden eine Übersicht.

Um 11h findet am jüdischen Friedhof am Weinberg eine Gedenkveranstaltung statt.

Für 17h ist ein Treffpunkt für Gegenaktionen zur -momentan verbotenen- Nazikundgebung angesetzt. Treffpunkt ist die Schwebebahnstation Döppersberg / HBF.

Um 17:30h findet am Lienhardplatz eine Demonstration unter dem Motto „Erinnern heißt handeln!“ statt. Infos & Aufruf dazu hier: http://www.wuppertaler-initiative.de/321-aufruf-zur-gedenkveranstaltung-am-9112011

Für 18h mobilisiert Hannas Antifa zum Schauspielhaus unweit vom Hauptbahnhof zu einer Gedenkdemonstration. Alle Infos dazu hier: http://9novwuppertal.blogsport.de

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never forget, never forgive! http://infowpt.blogsport.de/2011/10/28/never-forget-never-forgive/ http://infowpt.blogsport.de/2011/10/28/never-forget-never-forgive/#comments Fri, 28 Oct 2011 09:40:29 +0000 Administrator .wuppertal .termine Veranstaltungen http://infowpt.blogsport.de/2011/10/28/never-forget-never-forgive/ Im folgenden dokumentieren wir den Aufruf zur antifaschistischen Gedenkdemonstration am 9.November in Wuppertal-Elberfeld. Den Mobiblog findet ihr HIER. Des weiteren findet ebenfalls am 9.November in Wuppertal-Vohwinkel eine Demonstration statt zu der ein Bündnis aus bürgerlichen Gruppen mobilisiert.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 fanden in fast allen deutschen und österreichischen Städten Pogrome statt in denen Synagogen, Geschäfte und Wohnhäuser von jüdischen Bürgern und Bürgerinnen oder Menschen, die in der NS-Ideologie zu “Juden” gemacht wurden, niederbrannten. Zahlreiche Jüdinnen und Juden wurden ermordet oder festgenommen und misshandelt. Auch in Wuppertal kam es zu jenen organisierten Gewaltausbrüchen, die auch nicht vor Privatwohnungen halt machten. Die Synagogen in Elberfeld und Barmen brannten komplett aus. Erst 2002 wurde in Wuppertal Barmen eine neue Synagoge errichtet. In allen Städten beteiligten sich hunderte Bürgerinnen und Bürger an den von der SA begonnenen Zerstörungen und Plünderungen. Dies war nur ein vorläufiger Höhepunkte des Antisemitismus in Deutschland, welcher später in dem Versuch der Auslöschung des gesamten europäischen Judentums endete.

Mit der Reichspogromnacht wurde deutlich, dass die Bevölkerung die NS-Politik gegen Menschen, die als jüdisch eingeordnet wurden mittrug. Da nicht nur der Ausschluss aus vielen Bereichen des öffentlichen Lebens, sondern auch offene Gewalttaten gesellschaftlich akzeptiert wurden, konnte die antisemitische und rassistische Politik der NationalsozialistInnen gegen Juden radikalisiert werden. Schon zuvor gab es zahlreiche rechtliche und gesellschaftspolitische Maßnahmen, die für einen größtmöglichen Ausschluss sorgen sollten. 1933 wurde von der NSDAP zu ersten Boykottaktionen jüdischer Geschäfte aufgerufen. Anschließend wurden jüdische Kinder und Jugendliche aus deutschen Schulen und Universitäten gezielt entfernt, da diese angeblich überfüllt waren. Die meisten Maßnahmen wurden mit einer Bedrohung des deutschen Volkes durch das “Weltjudentum” begründet. So führte “der Jude” in dem von Verschwörungsdenken durchzogenem Weltbild der Nationalsozialist_innen angeblich durch “die Presse”, die in jüdischer Hand verortet wurde, einen Lügenfeldzug gegen das deutsche Volk. Daher wurde Juden und Jüdinnen auch die Arbeit in den Medien verboten. 1935 beschloss die NSDAP die “Reinhaltung deutschen Blutes” in den Nürnberger Rassengesetzen, nach denen “Juden” keinen Geschlechtsverkehr mit “Nicht-Juden” haben durften. Auf das Berufsverbot in der Medienlandschaft folgt der Ausschluss von Juden aus Ämtern, den Rechtsanwalts- und Ärztekammern und vielen anderen Berufsgruppen. Zudem wurden Juden sozial diffamiert wo und wie es nur ging. Es gab “Judenfreie Wälder”, “Judenfreie Seebäder”, Ortseingangs-Schilder, auf denen stand, dass Juden nicht willkommen seien und allgegenwärtige verbale Angriffe.

Auch wenn heute bekannt ist, dass der Pogrom am 9. November von der NS-Führung inszeniert war, bleibt die kräftige Beihilfe der “ganz normalen” Bürger_innen von zentraler Bedeutung. In fast allen deutschen Städten griffen hunderte Menschen zu Steinen und Fackeln. Ohne sie hätten die Pogrome niemals jene Ausmaße annehmen können. Wohnungen und Geschäfte wurden von den unmittelbaren Nachbarn zerstört und geplündert. Mit den Pogromen setzte die deutsche Volksgemeinschaft, bei der Antisemitismus und Rassismus längst zu konstituierenden Elementen geworden waren, ein Zeichen. Ein Zeichen, dass es keinen Platz für jüdische Mitbürger_innen in dieser Volksgemeinschaft gab.

Aus Sicht der NS-Führung waren die Tage um den 9.November also nicht nur hinsichtlich der konkreten Zerstörung hunderter Synagogen ein Erfolg, sondern auch ein großer Erfolg ihrer antisemitischen Propaganda. Sie konnten resümieren: Das deutsche Volk legt sich gewaltbereit gegen Volksfeinde ins Zeug. Es war erkennbar geworden wie weit der Volksmob in seiner Zerstörungswut gehen würde, wenn es gegen Juden und Jüdinnen geht. Stimmen gegen die Gewalt gab es kaum und wenn, dann meist in Form von Empörung darüber, dass das geplünderte Gut nicht aufgeteilt, sondern zerstört wurde. Die NS-Presse schuf für die Ereignisse den zynischen Begriff “Reichskristallnacht”, um die Pogrome bei denen Menschen ermordet, ungefähr tausend Synagogen und Gemeindehäuser niedergebrannt und mehrere tausend Geschäfte und Wohnungen zerstört wurden, zu verherrlichen. In den Tagen danach wurden ungefähr 30.000 als Juden definierte Menschen in Konzentrationslager verschleppt. Damit stellt der 9. November den Auftakt zur Shoa dar.

Es ist bezeichnend, dass der verharmlosende Begriff “Reichskristallnacht” noch heute eine gängige Bezeichnung für den 9. November ist. Dabei rühmen sich die Deutschen damit Aufarbeitungsweltmeister zu sein. Was das allerdings genau bedeutet ist fraglich. Wenn mit Aufarbeitung gemeint ist, jedes Jahr an drei Tagen die immer gleichen Gedenkreden zu halten, mag Deutschland wirklich Aufarbeitungsweltmeister sein. Auch im Fernsehprogramm laufen wiederkehrend an Tagen wie dem 9. November oder dem 8. Mai Beiträge zum “dunkelsten Kapitel Deutschlands”. Doch das wie von einem Tape abgespulte Faktenwissen und Gedenken an die Verbrechen des Nationalsozialismus – und noch mehr über den 2. Weltkrieg –, täuscht darüber hinweg, dass all dies am Kern des Problems vorbeigeht: Einer Analyse und Kritik der Ideologie der deutschen Volksgemeinschaft. Ohne eine solche verfehlt die Aufarbeitung ihr eigentliches Ziel. Nämlich, dass sich das Geschehen niemals wiederholt. In abgeschwächter und transformierter Form sorgte das vor allem auf Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus und Volkgemeinschaft beruhende Weltbild der Nazis auch nach der „Wiedervereinigung“ für hunderte Tote und Pogrome wie z.B. in Rostock-Lichtenhagen nicht nur durch organisierte Nazis, sondern auch durch den Mob der “anständigen Deutschen”.

Doch die deutsche Gedenkpolitik ignoriert nicht nur die Grundlagen der NS-Ideologie, sondern verfolgt gänzlich andere Ziele. Das Bedauern gilt nicht primär den Opfern der Shoa, sondern der deutschen Nation und den Deutschen, die unter der deutschen Geschichte und dem Schicksal nicht unverkrampft stolz auf ihre Nation sein zu können, leiden. So wird auch häufig “allen Opfern von Faschismus und Krieg” gedacht – also gleichermaßen den im KZ Ermordeten und den mordenden Wehrmachtssoldaten. Diese fehlenden Unterscheidung von Täter_innen und Opfern wird beim Gedenken an die “Bombennächte” auf die Spitze getrieben. Dort wird der Spieß umgedreht und aus der Bevölkerung, die am 9. November 1938 die Scheiben von “jüdischen Geschäften” einwarf, wird nicht selten ein unschuldiges Opfer “des Krieges”.
Diese Denkweise bietet auch große Anknüpfungspunkte für Neonazis. Ebendiese versuchen immer offensiver nicht nur geschichtsrevisionistische Positionen, sondern klassische NS-Symboliken auf die Straße zu tragen. Ein ausgebliebener Skandal stellt z.B. die Kundgebung der NPD Essen am 9.November 2010 in Essen-Borbeck dar, trugen doch die Neonazis bei der Veranstaltung NPD-Fahnen und Fackeln. Die Verhöhnung der Opfer der Reichspogromnacht ist schon durch die bloße Anwesenheit der Neonazis vollkommen. Doch setzt es dem Ganzen die Krone auf, dass Neonazis am 9.November mit brennenden Fackeln auf einem öffentlichen Platz stehen konnten und jeder und jedem klar war, dass die Fackeln symbolisch für die brennenden Synagogen getragen wurden.

Da der Antisemitismus der deutschen Bevölkerung nicht von der NS-Führung aufgezwungen wurde, sondern die Vernichtung des europäischen Judentums von der deutschen Bevölkerung mitgetragen wurde, verschwand der Antisemitismus auch nicht mit der Kapitulation Deutschlands. Auch heute noch sind Rassismus und Antisemitismus alltäglich präsent. Daher darf das Gedenken an die Opfer der Shoa kein Lippenbekenntnis sein, sondern muss dafür Kämpfen den Schwur von Buchenwald endlich zu erfüllen: Den Faschismus an seinen Wurzeln – also auch seine ideologischen Grundlagen – zu vernichten.

Gegen Nazis, Volksgemeinschaft und Geschichtsrevisionismus!
Nie wieder Deutschland!

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http://infowpt.blogsport.de/2011/10/28/never-forget-never-forgive/feed/
Pressespiegel: Picobellotag & Naziübergriffe http://infowpt.blogsport.de/2011/10/10/pressespiegel-picobellotag-naziuebergriffe/ http://infowpt.blogsport.de/2011/10/10/pressespiegel-picobellotag-naziuebergriffe/#comments Mon, 10 Oct 2011 11:34:28 +0000 Administrator Allgemein http://infowpt.blogsport.de/2011/10/10/pressespiegel-picobellotag-naziuebergriffe/ Für den **.09.2011 riefen Antifaschist_innen zu einem „antifaschistischem Picobello-Tag“ in Wuppertal-Vohwinkel auf. Dort angekommen wurde eine Gruppe Antifas von der Polizei gekesselt; Nazis hängtn ein Transparent aus einem Fenster. Einen Tag später beim „Vohwinkeltag“ griffen am späten Abend ca 15 Nazis eine Gruppe Antifaschist_innen mit Knüppeln an, 4 Opfer mussten im Krankenhaus behandelt werden. Kurz darauf nahmen Polizist_innen 15 Nazis in einer Wohnung auf der Kaiserstraße fest. Hier ein Pressespiegel:

Polizeipresse 23.09.:

POL-W: W-Spontanversammlung in Vohwinkel

Wuppertal (ots) – Über verschiedene Internetseiten rief das sogenannte „Wuppertaler Bündnis gegen Nazis“ für den heutigen Tag zu einem antifaschistischen Picobello-Tag auf. Im Verlauf des Abends sammelten sich im Bereich der Kaiserstraße ca. 50 Personen des rechten und ca. 30 Personen des linken Spektrums. Ein Aufeinandertreffen der beiden Gruppen konnte durch Polizeikräfte verhindert werden. Hierbei musste die Kaiserstraße kurzfristig komplett gesperrt werden. Im weiteren Verlauf wurde durch eine Person des rechten Spektrums spontan eine Versammlung mit Aufzug unter dem Motto: „Gegen Polizeigewalt“ angemeldet. Der Aufzug wurde mit ca. 35 Personen auf einem Fahrstreifen über die Kaiserstraße, Eugen-Langen-Straße bis zur Möbecker Straße und zurück durchgeführt. Kurz vor Ende des Aufzugs skandierte ein Teil der Teilnehmer diverse Parolen. Strafanzeigen hierzu werden gefertigt, die Ermittlungen dauern an.

Pressemitteilung „Antifaschistische Initiative Wuppertal“:

[Wuppertal) Versuchter Totschlag auf dem Wuppertaler Flohmarkt -
Bewaffnete Nazis greifen linke FlohmarktbesucherInnen an -
Vier schwere Kopfverletzungen

Der Naziterror hat heute morgen um 3:00 Uhr in Wuppertal einen neuen Höhepunkt erreicht. Linke FlohmarktbesucherInnen wurden auf der Kaiserstrasse Höhe Hausnr. 27 von einer 12 köpfigen Nazigruppe mit Knüppeln und Fahnenstangen angegriffen.
Als Nazischläger wurden erkannt: die Wuppertaler Mike Dasberg, Michel Dasberg und Rene Heuke. Von auswärts kamen u.a. Matthias Drewer (Hamm), Maik Inderhees (Viersen), Yvonne Faust (Dortmund) und Patrick Prass (Düsseldorf).
Begonnen hatte der Naziüberfall mit einem körperlichen Angriff der beiden Dasberg-Brüder Maik und Michel Dasberg auf zunächst zwei Personen aus der Punkszene in der Nähe einer Döner-Bude. Zur Verstärkung kam dann direkt aus dem Wohnhaus Kaiserstr. 30 ein Trupp bewaffneter und zum Teil vermummter Nazis und griff wahllos linksaussehende Leute an. Die Nazis knüppelten gezielt auf die Köpfe der Menschen ein, die zum Teil schwere Kopfverletzungen zu erleiden hatten. Als Täter erkannt wurden u.a. Maik und Michel Dasberg und der Hammer Neonazi Matthias Drewer. Michel Dasberg hielt eine junge Frau fest und Drewer schlug mit dem Knüppel mehrfach auf ihren ungeschützten Kopf ein. Die schwere Kopfplatzwunde musste später im Krankenhaus chirurgisch versorgt werden, es bestand Verdacht auf einen Schädelbruch. Insgesamt wurde 4 Personen durch Knüppelschläge am Kopf verletzt und mussten ärztlich versorgt werden.
Die PassantInnen, die in großer Zahl auf der Strasse waren, halfen leider nicht. Die herbeigerufene Polizei schikanierte – wie gewohnt – die AntifaschistInnen und drangsalierten die z.T. stark blutenden Personen noch mit Personenkontrollen anstatt erste Hilfe zu leisten.
Die Nazis konnten derweil in das Wohnhaus Kaiserstr. 30, in der sich die Wohnung des Nazis Rene Heuke befindet, zurückflüchten und grinsten aus den Fenstern. Ein anderer Nazis hatte den (vorbereiteten) Überfall die ganze Zeit mit einer Kamera gefilmt.
Wenig später durchsuchte Bereitschaftspolizei die Naziwohnung und traf noch 15 Nazis mit einer umfangreichen Waffensammlung an.
In der Pressemitteilung der Polizei wird der bewaffnete Nazi-Überfall wieder zu einer Rechts-Links-Schlägerei heruntergelogen. Die zunehmende Nazigewalt in Wuppertal, nach Messerangriffen, jetzt die Knüppelschläge auf ungeschützte Köpfe, wird weiter gezielt verharmlost und nicht verfolgt. Weil die Nazigewalt im schönen Vohwinkel immer noch keinen stört und weil es eine kritische Presse, die nicht nur Polizeimeldungen abschreibt, nicht mehr gibt.
Da ist wieder einmal Eigeninitiative und Zivilcourage gefragt. Lassen wir den Antisemiten und Rassisten kein Fussbreit! Auf nach Vohwinkel…
Antifaschistische Initiative Wuppertal 25.9.2011

WDR 25.09.:

In der Nacht zum Sonntag (25.09.2011) ist es in Wuppertal zu mehreren Auseinandersetzungen zwischen rechten und linken Gruppen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, wurden 15 Personen aus dem rechten Spektrum festgenommen. Zwei Fünfzehnjährige übergab die Polizei in die Obhut der Eltern. Insgesamt gab es vier Verletzte, einige wurden im Krankenhaus behandelt.

In einer Wohung, in der sich Mitgleder aus der rechten Szene zurückgezgen hatten, wurden u.a. Schlagwerkzeuge sichergestellt. Zum Auslöser der Attacken machte die Polizei keine Angaben.

WZ 26.09.:

Mauer des Schweigens nach Schlägerei auf dem Flohmarkt

Von Andreas Spiegelhauer

Bei den Ermittlungen zu dem Übergriff auf dem Vohwinkeler Flohmarkt hat die Polizei ein Problem: Ihr gegenüber schweigen die Verdächtigen und die Opfer.

Vohwinkel. Nach der Schlägerei auf der Kaiserstraße während der Aufbauarbeiten zum Vohwinkeler Flohmarkt ermittelt die Polizei gegen 15 Personen, die dem rechtsextremen Spektrum zugerechnet werden, wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Klärung des Falls – laut Augenzeugenberichten sollen mehrere Neonazis gezielt Personen aus dem linken Spektrum an einem Stand angegriffen haben – wird durch altbekannte Probleme behindert.

Vohwinkel-Wochenende: Die Polizei war auf Übergriffe vorbereitet

Dass die Tatverdächtigen von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen, ist wenig überraschend. Aber auch die Opfer sind offenbar nicht bereit, mit der Polizei zu reden. Die ließ sich am Montag nicht den Schwarzen Peter zuschieben (siehe Kasten). Nach entsprechenden Ankündigungen im Internet sei man auf etwaige Übergriffe verfeindeter Extremisten vorbereitet gewesen und habe schnell eingegriffen. Nach WZ-Informationen war deswegen an allen drei Festtagen ein zusätzliches Kontingent von etwa 50 Bereitschaftspolizisten vor Ort.

Für den Einsatz der Polizei gab es viel Lob, unter anderem von Flohmarktmitveranstalter Andreas Schäfer: „Die Polizei hat einen sehr guten Job gemacht.“ Wie berichtet, waren in einer Wohnung an der Kaiserstraße jene 15 Verdächtigen festgenommen worden, Fahnenstangen, Handschuhe, Sturmhauben und Pfefferspray „präventiv“ einkassiert worden. Und: Die Verdächtigen wurden erst am Sonntagabend aus dem Polizeigewahrsam in Barmen entlassen – da war der Flohmarkt bereits friedlich zu Ende gegangen.

Neonazis in Vohwinkel bekommen Zulauf aus dem Osten der Stadt

Nach dem erneuten Übergriff von Extremisten ändert die Polizei ihre Sicht auf die neue Vohwinkeler Neonazi-Szene. Greifbare Führungsstrukturen seien zwar auch bei der Schlägerei auf dem Flohmarkt nicht zu erkennen – eine Verfestigung der Gruppe und ein gewisser Zulauf jedoch schon. Nach WZ-Informationen sollen mehrere dem rechtsextremen Spektrum zugerechnete Neonazis mittlerweile vom Osten der Stadt nach Vohwinkel gezogen sein.

„Die Polizei hat einen sehr guten Job gemacht.“

Andreas Schäfer, Organisator des Vohwinkeler Flohmarkts

Die Szene im Westen – ein Treffpunkt war bislang am Bahnhof Vohwinkel – werde beobachtet, heißt es, seitdem es im Dezember 2010 im und am Cinemaxx-Foyer einen Pfefferspray-Angriff auf Besucher eines Aufklärungsfilms über Neonazis gegeben hatte. Am Montag bestätigte die Staatsanwaltschaft, dass die entsprechenden Verfahren – unter anderem wegen Landfriedensbruchs – eingestellt worden sind. Weil die Angreifer damals vermummt waren, sei es nicht möglich zu klären, wer was getan hat. Zu den Cinemaxx-Verdächtigen gehörte unter anderem ein 26 Jahre alter Wuppertaler, der jetzt im Vohwinkeler Fall erneut unter Verdacht steht.

Die Schlägerei wird von Zeugen als geplanter, kaum eine Minute dauernder gezielter Überfall auf Personen dargestellt. Die Rechten hätten dabei Holzschlagstöcke eingesetzt. Auch Flaschen seien geflogen. Aus dem Fenster der Wohnung, in der die Verdächtigen später festgenommen wurden, seien nach dem Übergriff die Opfer auf der Kaiserstraße fotografiert beziehungsweise gefilmt worden. Laut Polizei wurde in der Wohnung jedoch keine Kamera sichergestellt. Auch auf dem Lienhardtplatz sollen Flaschen geflogen sein. Der Platz sei mit Scherben übersät gewesen.

Die Polizei wies gestern im Internet kursierende Kritik an ihrem Einsatz zurück, wonach die Opfer von den Beamten schikaniert worden seien. Unterschiede in der Behandlung gebe es nicht, hieß es dazu seitens der Pressestelle. Es gehe um Gefahrenabwehr und Aufklärung. Auch der Vorwurf, Passanten hätten nicht eingegriffen, sei nicht zutreffend. Mehrere Augenzeugen hätten umgehend per Handy die Polizei alarmiert. Übergriffe gegenüber Unbeteiligten oder Ausländern hat es laut Polizei nicht gegeben. mst/akf

Zum aktuellen Fall dauern die Ermittlungen von Kripo und Staatsschutz an.

WZ 27.09.:

Neonazis in Vohwinkel: Stadt will Zulauf stoppen WZ

Von Andreas Spiegelhauer

Im November wird ein Präventionspaket vorgestellt.

In Oberbarmen hat die Stadt vor einigen Tagen dieses Erkennungszeichen der Neonazi-Szene abmontiert. Nun will sie auch in Vohwinkel verstärkt gegen Rechtsextreme vorgehen. (Archivfoto)

Vohwinkel. Nach der Schlägerei zwischen Rechts- und Linksextremisten in der Nacht vor dem offiziellen Beginn des Vohwinkeler Flohmarkts auf der Kaiserstraße hat Sozialdezernent Stefan Kühn (SPD) Konsequenzen angekündigt. Um zu verhindern, dass die Vohwinkeler Neonazi-Szene weiteren Zulauf bekommt, will die Stadt präventive Maßnahmen auf den Weg bringen. So sollen Lehrer für das Thema „Extremismus und Jugendliche“ speziell fortgebildet werden. Kühn: „Wir müssen verhindern, dass junge Leute auf ausländerfeindliche Parolen hereinfallen.“ Deshalb soll auch der antirassistische Bürgerbahnhof weitere Unterstützung bekommen. Das Präventionspaket und dessen Finanzierung werden im kommenden November im Jugendausschuss vorgestellt.

Schlägerei: Opfer haben gegenüber dem Staatsschutz ausgesagt

Wie berichtet, waren in der Nacht auf Sonntag 15 Neonazis festgenommen und erst nach Ende des Flohmarkts am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Acht Personen – sie werden von der Polizei der linken Szene zugerechnet – wurden verletzt, drei von ihnen ambulant im Krankenhaus versorgt. Und: Wie die Polizei auf WZ-Nachfrage bestätigte, haben mittlerweile vier der Opfer gegenüber dem Staatsschutz Aussagen zu den Vorfällen auf der Kaiserstraße gemacht.

An dem Angriff während des Flohmarkts sollen auch auswärtige Extremisten (Ruhrgebiet, Niederrhein) beteiligt gewesen sein. Die Polizei konstatiert mittlerweile, dass die neue Neonaziszene in Vohwinkel Zulauf bekommt. Nach WZ-Informationen sind polizeibekannte Rechtsextreme mittlerweile vom Osten der Stadt nach Vohwinkel gezogen. Die Ermittlungen wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung dauern an.

Pressemitteilung Die Linke 28.09.:

In der Nacht vom 24.9. auf den 25.9.2011überfielen stadtbekannte Nazis linke Flohmarktbesucher und verletzten sie teilweise so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Bei der späteren Durchsuchung der Wohnung eines der Täter fand die Polizei eine umfangreiche Waffensammlung vor.
DIE LINKE Wuppertal kritisiert die bisherige Vorgehensweise der Polizei und der Verantwortlichen im Umgang mit den Wuppertaler Nazivorfällen. Indem das offensichtliche Problem durch Nichtwahrnehmung der offiziellen Stellen toleriert wird, werden die Nazis immer mehr ermutigt, gewaltsamer und militanter vorzugehen. Angefangen mit dem Überfall im CinemaxX, bei dem die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen wurden und wie jetzt bekannt wurde, die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellte, genehmigte die Stadt Wuppertal einen unsäglichen Naziaufmarsch am 29.1.2011 in Wuppertal.

Seit der Nazi-Demonstration im Januar werden Einrichtungen, die für die Gegendemonstrationen der Wuppertaler Bevölkerung warben, angegriffen.Am 16.6.2011 griffen Nazis eine Antifaschistin in Elberfeld an, die zum Glück unverletzt blieb.

Den traurigen Höhepunkt der gewaltsamen Übergriffe stellte nun der Angriff mit Knüppel und Fahnenstangen in Vohwinkel dar.

DIE LINKE Wuppertal bekundet ihre Solidarität mit den Verletzten und allen engagierten AntifaschistInnen.

DIE LINKE
Kreisverband Wuppertal

WDR: Schwere Vorwürfe gegen die Polizei in Vohwinkel

Gegen die Polizei in Vohwinkel gibt es schwere Vorwürfe. Die Beamten vor Ort würden die Probleme mit Nazis im Stadtteil verharmlosen. Die Wuppertaler Grünen protestieren dagegen mit einem Brief an die Polizeipräsidentin. Eine Gruppe von Mitgliedern der Grünen wollte in Vohwinkel vor dem Flohmarkt die zahlreichen Nazi-Aufkleber entfernen. Dabei seien sie von der Polizei befragt und offen kritisiert worden. Der Leiter der Vohwinkeler Polizeiwache habe sich dort besonders hervorgetan und behauptet, es gebe in Vohwinkel kein Problem mit Rechtsextremen, sondern mit Linksextremen. Eine solche Äußerung sei angesichts der zahlreichen Nazi-Angriffe in jüngerer Vergangenheit und der vielen Aufkleber in Vohwinkel unfassbar, meinen die Grünen. Radio Wuppertal hatte die Polizei um eine Stellungnahme gebeten, sie will sich aber nicht öffentlich zu den Vorwürfen äußern. Allerdings soll es ein persönliches Gespräch von Polizeipräsidentin Birgitta
Rademacher mit den Grünen geben.

Keine Ermittlungen gegen Rechtsradikale.

Die Mitglieder des Wuppertaler Medienprojekts wollen, dass weiter gegen die Rechtsradikalen ermittelt wird, die im November ihre Filmpremiere gestört haben. Es war ein Film, der sich gegen rechte Gewalt richtete. 15 Radikale stürmten dabei – laut Medienprojekt – das Kino, griffen die Leute an und verletzten sie mit Reizgas. Die Staatsanwaltschaft teilte mit: „Keinem der Verdächtigen konnte eine konkrete Tat nachgewiesen werden“ und stellte die Ermittlungen ein. Das Medienprojekt will jetzt von einem Anwalt prüfen lassen, ob es gegen die Entscheidung vorgehen kann. Ein Sprecher sagte, mehrere Zeugen seien gar nicht erst gehört worden, das sei fatal. (WDR)

Polizeipresse 30.09.:

W-Friedliche Versammlung in Vohwinkel

Polizei weist Vorwürfe zurück

Über Internetplattformen wurde für den heutigen Tag (30.09.2011) zum zweiten antifaschistischen „Picobello-Tag“ in Wuppertal-Vohwinkel aufgerufen.
Ab ca. 17.30 Uhr sammelten sich ca. 40 Personen der linken Szene am Schwebebahnhof in Wuppertal – Vohwinkel. Obwohl eine Versammlungsanmeldung ausblieb, zogen die Teilnehmer unter polizeilicher Begleitung friedlich durch den Stadtteil. Im Anschluss wurde vor einem Haus in der Kaiserstraße eine Mahnwache unter dem Motto „Tanz und Gesang“ angemeldet und kurzfristig durchgeführt.
Die Polizei distanziert sich eindeutig von dem Vorwurf „auf dem rechten Auge blind zu sein“. Vielmehr geht die Polizei konsequent gegen Straftäter des rechten und des linken Spektrums vor und ist zum wiederholten Male im Einsatz, um gewalttätige Auseinandersetzungen der beiden Lager zu verhindern.

Radio Wuppertal: Polizei wehrt sich gegen Grünen-Vorwürfe

Die Wuppertaler Polizei weist den Vorwurf zurück, rechte Gewalt zu verharmlosen. Die Grünen hatten einen offenen Brief mit der Überschrift „Auf dem rechten Auge blind?“ an Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher gerichtet.
Auslöser waren angebliche Äußerungen eines Polizisten, wonach es in Vohwinkel kein Problem mit der rechten, dafür aber mit der linken Szene gebe. Dabei sind selbst der Stadt Neo-Nazi-Aktivitäten dort bekannt. Nach erstem Zögern heißt es nun in einer Polizei-Pressemitteilung, dass man konsequent gegen Straftäter des rechten und des linken Spektrums vorgehe. Die Beamten seien wiederholt im Einsatz, um gewalttätige Auseinandersetzungen der beiden Lager zu verhindern. Gestern war eine spontane Anti-Nazi-Demo in Vohwinkel mit 40 Teilnehmern friedlich geblieben. Ihretwegen musste die Kaiserstraße zum Teil gesperrt werden – für eine knappe halbe Stunde. Dass die Demonstranten diese Route wählen würden, war vorher nicht klar. Die Demo war bei der Polizei nicht angemeldet. Wie berichtet hatte es beim Vohwinkeler Flohmarkt vergangenes Wochenende Auseinandersetzungen zwischen der linken und der rechten Szene gegeben.

WDR: Antifaschisten demonstrieren

In Wuppertal-Vohwinkel haben gestern Abend etwa 50 Antifaschisten gegen die Zunahme von rechtsextremen Aktivitäten im Stadtteil demonstriert. In den vergangenen Monaten hatten rechtsgerichtete Gruppen wiederholt Andersdenkende überfallen und verletzt. Die Polizei wies unterdessen Vorwürfe zurück, auf dem rechten Auge blind zu sein – wie sie etwa die Wuppertaler Grünen erhoben hatten.

WZ: Grüne: Polizei auf dem rechten Auge blind?

Von Robert Maus und Florian Launus

Offener Brief an Polizeipräsidentin

Wuppertal. Die Straßenkämpfe zwischen rechts- und linksextremen Gruppen im Umfeld des Vohwinkel-Tages sorgen weiter für Unruhe in der Stadt. Vier Mitglieder des Kreisvorstandes der Wuppertaler Grünen unterstellen der Wuppertaler Polizei in einem offenen Brief an Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher, auf dem „rechten Auge blind“ zu sein.

Problem in Vohwinkel mit Linken oder Rechten?

Dieser Vorwurf wird in dem Brief zwar als rhetorische Frage formuliert – gleichzeitig berichten die Kreisvorstandsmitglieder Martin Möller, Janine Bruchmann, Raimond Klitsch und Olcay Bruchmann von einem Zusammentreffen mit einem Polizisten in Vohwinkel. Dieser Polizist, der sich als Leiter der Polizeiwache in Vohwinkel vorgestellt haben soll, habe gesagt, dass es in Vohwinkel kein Problem mit Rechtsextremen, aber ein erhebliches mit Linksextremen gebe.

„Diese Aussage verschlug uns, vor allem vor dem Hintergrund rechtsextremer Straftaten im ganzen Stadtgebiet, der unübersehbaren Präsenz verfassungsfeindlicher Symbole in Vohwinkel (. . .) die Sprache“, heißt es in dem Brief. Die Verfasser konstatieren, dass es sehr wohl ein Problem mit Rechtsextremen in Vohwinkel gebe. Dies dürfe von einem Vertreter der Polizei nicht ignoriert und verharmlost werden.

Die Polizei bestätigte gestern auf WZ-Nachfrage den Eingang des Briefs, wollte zu seinem Inhalt aber keine Stellung nehmen. Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher kündigte allerdings an, die Vorwürfe möglichst bald in einem persönlichen Gespräch mit den Wuppertaler Grünen erörtern zu wollen.

Radio Wuppertal: Immer mehr Kritik an Vohwinkeler Polizei-Leiter

Der Wuppertaler Landtagsabgeordnete Dietmar Bell sieht rechtsextreme Probleme in Vohwinkel. Damit widerspricht er dem Leiter der Polizeiwache in dem Stadtteil. Der hatte unter anderem in einem Telefonat mit Radio Wuppertal gesagt, dass es keine Probleme mit Rechtsextremen in Vohwinkel gebe. Bell fordert im Radio-Wuppertal-Interview, dass Stadt und Polizei das schnell aufklären sollen. Es könne nicht sein, dass ein Polizist so ein Problem bagatellisiert. Auch Vohwinkels Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann bestätigt, dass es rechtsextreme Probleme in seinem Stadtteil gibt.

Polizeipresse 06.10.:

Wuppertal (ots) – Presseerklärung

Extremistische Straftäter im Visier

Die Polizei im Bergischen Städtedreieck ist auf keinem Auge blind. Wir haben extremistische Straftäter im Visier. Uns, der Polizei Wuppertal, ist es ein wichtiges Anliegen, jede extremistische Entwicklung frühzeitig zu erkennen und ihr entschlossen entgegenzutreten.

Wir dulden keine Gewalt extremistischer Lager und gehen konsequent mit allen rechtlichen Mitteln gegen Straftäter rechter und linker Gruppierungen vor.

Wir sind präsent an Brennpunkten – offen und verdeckt. Wir kontrollieren zielgerichtet, um Konfrontationen und gewaltsame Auseinandersetzungen von Extremisten zu verhindern.

Extremismus ist ein gesellschaftliches Problem und eine große Herausforderung für die Stadt Wuppertal und die Polizei. Wir handeln gemeinsam, unterstützen die Präventionskonzepte der Stadt Wuppertal; wir bilden Netzwerke und stehen im engen Dialog mit Bürgerinitiativen, Bezirksvertretungen, der Staatsanwaltschaft und Parteien.

Wir wünschen und unterstützen den friedlichen Protest.

Wir nehmen die Sorgen der Wuppertaler Bevölkerung und insbesondere unserer Vohwinkeler Bürgerinnen und Bürger sehr ernst.

Die Wuppertaler können volles Vertrauen in Ihre Polizei haben.

Birgitta Radermacher

Radio Wuppertal: Diskussion um Rechtsextreme in Vohwinkel:

Die Wuppertaler Polizei versucht die Diskussion um Rechtsextreme in Vohwinkel zu beruhigen. Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher hat ein Gespräch mit dem Leiter der Wache in dem Stadtteil geführt. Der hatte gegenüber den Wuppertaler Grünen und in einem Telefonat mit Radio Wuppertal behauptet, es gäbe in Vohwinkel kein Problem mit Rechtsextremen. Das sei aber nicht der Blickwinkel der Wuppertaler Polizei, sagte uns Radermacher. Der Wachleiter bestreitet inzwischen, diese Aussage gemacht zu haben. Die Polizeipräsidentin will jetzt trotzdem Konsequenzen prüfen. Wie diese aussehen könnten, wollte sie im Radio Wuppertal Interview nicht sagen.

WDR: Polizei weist Kritik zurück:

Die Polizei in Wuppertal wehrt sich gegen die Kritik, ein Neonazi-Problem in Vohwinkel zu ignorieren. Der Vorwurf kam vor allem von den Grünen. Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher sagte im WDR-Interview, das Problem extremistischer Gewalt in Vohwinkel sei der Polizei sehr wohl bekannt und werde konsequent verfolgt. Man brauche aber die Bevölkerung als Zeuge, wenn es zu einem konkreten Vorfall kommt. In Vohwinkel gibt es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der rechten und linken Szene.

WZ: Vohwinkel-Krawalle: Polizei bezieht Stellung

Wuppertal. Die Prügelattacke von Neonazis auf Personen des linken Spektrums während des Vohwinkel-Wochenendes sorgt weiter für Gesprächsstoff. Am Donnerstag meldete sich Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher zu Wort. In Bezug auf Kritik der Grünen heißt es in ihrer Erklärung: „Die Polizei im bergischen Städtedreieck ist auf keinem Auge blind.“ Und: „Wir dulden keine Gewalt extremistischer Lager und gehen konsequent mit allen rechtlichen Mitteln gegen Straftäter rechter und linker Gruppierungen vor.“

Präsidentin: Die Polizei ist präsent – offen und verdeckt

Wie berichtet, hat sich in Vohwinkel eine neue Neonaziszene gebildet. Mittlerweile wohnen dort an die 40 Neonazis – teilweise in Wohngemeinschaften. Radermacher sagte am Donnerstag, dass die Polizei an Brennpunkten präsent sei – „offen und verdeckt“. Es gelte, „Konfrontationen und gewaltsame Auseinandersetzungen von Extremisten zu verhindern“. Die Erklärung offenbart auch, dass die Polizei allein das Extremismusproblem in Vohwinkel nicht lösen kann: „Extremismus ist ein gesellschaftliches Problem und eine große Herausforderung für die Stadt Wuppertal“, sagt Radermacher und stellt klar: „Wir wünschen und unterstützen den friedlichen Protest.“ Man nehme die Sorgen der Bevölkerung in Vohwinkel ernst.

Fakt ist: Derzeit laufen 15 Strafverfahren gegen Neonazis wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung. Wie berichtet, handelt es sich dabei um Fälle, in denen Neonazis sich mit Personen des linken Spektrums geprügelt haben sollen. Die Ermittlungen dauern an. spa

Solinger Bote 08.10.:

Solingen: Markus Preuß unter Beschuss

Wuppertal/Solingen Hat Markus Preuß, Wachleiter der Vohwinkeler Polizei und Solinger Kommunalpolitiker (BfS), ein eventuell bestehendes Nazi-Problem verharmlost?

Dies jedenfalls werfen ihm die Grünen vor. Preuß soll uniformiert geäußert haben, es gäbe in Vohwinkel kein Problem mit Rechtsextremen, sehr wohl aber mit Linksextremen.

Hochgekocht ist die Debatte, nachdem mehrere Personen, die mutmaßlich der Nazi-Szene zuzurechen sein sollen, nach körperlichen Attacken auf Besucher des Vohwinkler Flohmarktes festgenommen wurden.

In einem Rundschreiben, welches zu einer Kundgebung gegen rechte Gewalt aufgerufen hatte, heißt es unter anderem: “Den Vogel schießt aber der Polizeichef von Vohwinkel, Markus Preuss ab.

Der Freizeitpolitiker Preuss, der für BfS im Solinger Stadtrat sitzt, verstieg sich unlängst zu der Behauptung, Vohwinkel habe ein Extremismusproblem von links und rechts und schickt seine Untergebenen in die Vohwinkler Schulen, um vor Antifaschist*innen zu warnen. Gleichzeitig liesse er die Nazis gewähren.

Seit seiner Amtseinführung 2009 kann sich die Naziszene in Wuppertal-Vohwinkel ungehindert ausbreiten, so der Vorwurf. Offene Nazitreffs, wie z.B. auf dem Vohwinkler Akzenta Parkplatz, werden geduldet. Nazis wie Kevin Koch können ungestraft mit Hakenkreuzfahnen winken. Die Straßennazis um Rene Heuke, Tim Schulze-Oben und Maik Dasberg sorgen für die körperlichen Angriffe mit Messern, Knüppeln und abgebrochenen Flaschen.

Offenbar beflügelt von der öffentlichen Debatte meldete sich gestern auch die für Solingen, Remscheid und Wuppertal zuständige Polizeipräsidentin, Birgitta Radermacher, zu Wort, und widersprach der Darstellung der Gegendemostranten. In einer Erklärung teilte sie mit, dass die Polizei keinen Unterschied zwischen rechten und linken Straftätern mache, so Radermacher.

Weiter hieß es: Extremismus sei ein gesellschaftliches Problem und eine große Herausforderung für die Stadt Wuppertal und die Polizei. “Wir sind präsent an Brennpunkten – offen und verdeckt.Wir nehmen die Sorgen der Wuppertaler Bevölkerung und insbesondere unserer Vohwinkeler Bürgerinnen und Bürger sehr ernst.”, so Radermacher abschließend.

Preuß selbst bestreitet indes die fragliche Äußerung überhaupt gemacht zu haben. Ob und welche Konsequenzen das Für Markus Preuß haben könnte, steht derzeit noch nicht fest. Preuß sei zwar nicht suspendiert, hieß es, der bloße Eindruck ein Führungsbeamter sei nicht neutral, könne jedoch problematisch sein, hieß es weiter.

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Presse: Stadt entfernt Symbol der Neonazi-Szene http://infowpt.blogsport.de/2011/09/07/presse-stadt-entfernt-symbol-der-neonazi-szene/ http://infowpt.blogsport.de/2011/09/07/presse-stadt-entfernt-symbol-der-neonazi-szene/#comments Wed, 07 Sep 2011 14:16:35 +0000 Administrator .nazis und sonstige rechte .wuppertal .presse http://infowpt.blogsport.de/2011/09/07/presse-stadt-entfernt-symbol-der-neonazi-szene/ Hier ein Artikel der WZ über die städtische Entfernung eines Neonazi-Symbols in Oberbarmen.

Oberbarmen. Die Wuppertaler Neonazi-Szene hat neben Vohwinkel offenbar auch andere Treffpunkte in der Stadt. Am Berliner Platz in Oberbarmen treffen sich nach Recherchen der WZ immer wieder Neonazis und hatten ihren Treffpunkt durch ein Symbol kenntlich gemacht, das auf den ersten Blick nicht für jedermann zu erkennen war.

Ein Schild mit den Ziffern 88

An einem Laternenpfosten hatten Unbekannte ein ringförmiges eisernes Schild befestigt, auf dem die Ziffern 88 zu sehen waren. In der Neonazi-Szene steht die Ziffer 88 für Heil Hitler, weil das H der achte Buchstabe im Alphabet ist.

Die Wuppertaler Polizei ist am Dienstag von der Stadt darüber informiert worden, dass dieses Schild mittlerweile entfernt wurde. Die Polizei nimmt jedoch keine Ermittlungen auf, weil es sich nach ihrer Auskunft um keine strafbare Handlung handelt. Die 88 gilt nicht als verfassungsfeindliches Symbol. Daher, so die Auskunft der Polizei, liege die Zuständigkeit alleine bei der Stadt.

Stadtteilservice soll den Platz im Auge behalten

Die Stadt bestätigte am Dienstagnachmittag, dass ihre Arbeiter das Schild abmontiert haben. Damit sei die Sache erledigt, hieß es im Rathaus. Allerdings wohl noch nicht ganz: Denn die Mitarbeiter des Stadtteilservices sind beauftragt worden, den Platz im Auge zu behalten.

In der jüngeren Vergangenheit waren besonders in Vohwinkel immer wieder Vorfälle mit Neonazis bekannt geworden, die etwa Verteiler-Kästen der Stadtwerke mit ihren Parolen beklebt hatten. Die Stadtwerke hatten Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

In der Stadt hatte es in den vergangenen Wochen zudem immer wieder Zusammenstöße mit Anhängern aus der rechten und linken Szene gegeben. In einigen Fällen ermittelt die Polizei.

Quelle: http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/stadtteile/barmen-ost/berliner-platz-stadt-entfernt-symbol-der-neonazi-szene-1.758354

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„Pro NRW“-Kreisverband sucht neues Domizil http://infowpt.blogsport.de/2011/09/05/pro-nrw-kreisverband-sucht-neues-domizil/ http://infowpt.blogsport.de/2011/09/05/pro-nrw-kreisverband-sucht-neues-domizil/#comments Mon, 05 Sep 2011 12:27:19 +0000 Administrator Allgemein http://infowpt.blogsport.de/2011/09/05/pro-nrw-kreisverband-sucht-neues-domizil/ Hier ein Beitrag von „NRW rechtsaußen“ zu der heutigen Saalveranstaltung von ProNRW in Wuppertal.

WUPPERTAL – Der „pro NRW“-Kreisverband Wuppertal muss sich offenbar eiligst ein neues Domizil für seine Mitgliederversammlungen suchen.

„Aller Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz“ sei der bisherige Veranstaltungsort „linksextremistischen Politvandalen zugängig gemacht“ worden, heißt es im O-Ton auf der Internetseite des Kreisverbandes. Sogar ein Fernsehteam des „WDR-Rotfunkes“ sei bereits „bei unserem Wirt vor Ort“ gewesen, „mutmaßlich um weiteren Druck auszuüben“.

Man sehe sich daher genötigt, eine für den heutigen Montag geplante Veranstaltung an einem anderen Ort stattfinden zu lassen, teilte die extrem rechte, selbst ernannte „Bürgerbewegung“ mit. Referieren soll in Wuppertal der stellvertretende „pro NRW“-Vorsitzende Jörg Uckermann. Der zuletzt wieder enmal in die Schlagzeilen geratene Kölner „pro“-Politiker* soll über das Thema „Die Zukunft unserer Städte – Gefahren wachsender Islamisierung“ sprechen.
Improvisationen nicht ausgeschlossen

Wo nun heute getagt werden soll, kann bei der Kreisvorsitzenden Claudia Gehrhardt erfragt werden. Bei der weiteren Vorbereitung der Veranstaltung könne es „evtl. zu gewissen Improvisationen kommen“, warnt „pro NRW“. Außerdem werde man „sobald wie möglich eine Mahnwache für Meinungsfreiheit und gegen Meinungsterror anmelden“.

In den Kommentarspalten von Internetseiten, die sich mit „pro NRW“ beschäftigen, wird derweil vermutet, dass der bisherige Veranstaltungsort – ein griechisches Lokal – aus den Reihen der „Bürgerbewegung“ selbst ausgeplaudert worden ist. Auch parteiintern sind die Kreisvorsitzende Gehrhardt, die vor eineinhalb Jahren noch Wahlwerbung für die NPD machte, und ihr Lebensgefährte und Kreisgeschäftsführer Andre Hüsgen, der auf dem Ticket der NPD in den Ennepetaler Stadtrat gewählt wurde und im vorigen Jahr bei „pro NRW“ anheuerte, nicht unumstritten. (ts)

* http://nrwrex.wordpress.com/2011/09/02/presseschau-%e2%80%9epro-nrw%e2%80%9c-politiker-wegen-betruges-angeklagt/

Quelle: http://nrwrex.wordpress.com/2011/09/05/w-%E2%80%9Epro-nrw%E2%80%9C-kreisverband-sucht-neues-domizil/

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POL-W: Das bergische wird blau http://infowpt.blogsport.de/2011/08/31/pol-w-das-bergische-wird-blau/ http://infowpt.blogsport.de/2011/08/31/pol-w-das-bergische-wird-blau/#comments Wed, 31 Aug 2011 08:49:28 +0000 Administrator .antirepression .wuppertal .außerhalb http://infowpt.blogsport.de/2011/08/31/pol-w-das-bergische-wird-blau/ Bericht aus dem Wuppertaler Polizeipresseportal zur einführung der neuen Uniformen:

Wuppertal (ots) – Einführung der neuen Uniform am 01.09.2011

Die Polizei in Wuppertal, Remscheid und Solingen wird ab dem 01.09.2011 die neue blaue Uniform tragen. Der Startschuss fällt mit Beginn des Spätdienstes. Zuvor waren seit Februar 1.087 Beamtinnen und Beamte – 857 in Wuppertal, 106 in Remscheid und 124 in Solingen – vermessen (vgl. Pressemeldung vom 10.02.2011) und ausgestattet worden.

Die Uniform bietet zeitgemäßen Tragekomfort und hohe Funktionalität. Sie ist damit den Anforderungen an den heutigen Polizeidienst hinsichtlich Sicherheit und Arbeitsschutz optimal angepasst. Bis Ende 2012 werden alle Behörden in Nordrhein-Westfalen mit ihren insgesamt 30.000 uniformierten Polizeibediensteten die alte Uniform aus den 70ern ausmustern und die neue Dienstkleidung tragen.

Zu diesem Ereignis laden wir Presse- und Medienvertreter herzlich ein:

1. In Wuppertal: Polizeipräsidium Wuppertal, Friedrich-Engels-Allee 228, 42285 Wuppertal. Donnerstag, 01.09.2011, 14:00 Uhr, Raum 131,

2. In Remscheid: Polizeiinspektion Remscheid, Quimperplatz 1, 42853 Remscheid, Donnerstag, 01.09.2011, 14:00 Uhr im Führungs- und Lageraum der Polizeiinspektion,

3. In Solingen: Polizeiinspektion Solingen, Kölner Str. 26, 42651 Solingen, Donnerstag, 01.09.2011, 14:00 Uhr in Besprechungsraum 2.28

Die Termine beinhalten ein Pressegespräch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Behördenleitung, die Ausmusterung der alten Uniform und begleitete Fußstreifen in den jeweiligen Städten.

Eine Anmeldung ist unter 0202-284 2014 unbedingt erforderlich.

Quelle: http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/11811/2103131/pol-w-das-bergische-wird-blau

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Presse: Stadt gegen Nazis in Vohwinkel http://infowpt.blogsport.de/2011/08/18/presse-stadt-gegen-nazis-in-vohwinkel/ http://infowpt.blogsport.de/2011/08/18/presse-stadt-gegen-nazis-in-vohwinkel/#comments Thu, 18 Aug 2011 10:27:29 +0000 Administrator .nazis und sonstige rechte .wuppertal .kurzmeldungen .presse http://infowpt.blogsport.de/2011/08/18/presse-stadt-gegen-nazis-in-vohwinkel/

Die Stadt will versuchen, die rechte Szene in Vohwinkel in den Griff zu bekommen. In den vergangenen Monaten hat es in Vohwinkel immer öfter Konfrontationen mit Neo-Nazis gegeben – zuletzt vor knapp drei Wochen. Da hatten rechtsradikale Wuppertaler auf der Kaiserstraße linksgerichtete Jugendliche verprügelt. Sozialdezernent Stefan Kühn will nun nach den Sommerferien ein Aktionsbündnis gründen – zum Beispiel um neue Angebote für Jugendliche zu schaffen.

Quelle: http://radiowuppertal.de/aktuell/regionale-nachrichten/

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Presse: Von Wuppertalern, die auszogen um den Faschismus zu stoppen. http://infowpt.blogsport.de/2011/08/01/presse-von-wuppertalern-die-auszogen-um-den-faschismus-zu-stoppen/ http://infowpt.blogsport.de/2011/08/01/presse-von-wuppertalern-die-auszogen-um-den-faschismus-zu-stoppen/#comments Mon, 01 Aug 2011 12:37:01 +0000 Administrator .nazis und sonstige rechte .wuppertal .außerhalb .presse http://infowpt.blogsport.de/2011/08/01/presse-von-wuppertalern-die-auszogen-um-den-faschismus-zu-stoppen/ Im folgenden ein WZ Artikel über Wuppertaler Widerstandskämpfer_innen in Spanien.

Vor 75 Jahren zogen 40 Wuppertaler in den Spanischen Bürgerkrieg. Sie wollten den in Deutschland bereits verlorenen Kampf gegen die Nazis nachholen. Für einige war es der Beginn einer großen politischen Karriere.

Die Ankunft in Spanien ist Helmut Kirschey ewig im Gedächtnis geblieben. Als er am 28. Juli 1936 nach einer wochenlangen Reise an der Grenze ankommt, ist er überwältigt. Hunderte Menschen stehen dort in ihrer Arbeitskleidung, haben Gewehre auf dem Rücken und empfangen die Freiwilligen. Sie jubeln und klatschen, umarmen und küssen die Neuankömmlinge.

Endlich, denkt sich der Elberfelder Kirschey, endlich ist er dort angekommen, wo er gegen den Faschismus kämpfen kann, der sich gerade rasend schnell in Europa ausbreitet. Deutschland, Italien und Portugal sind bereits unter der Herrschaft der Rassisten, doch in Spanien kämpfen die Arbeiter bewaffnet gegen den Militärputsch des faschistischen Generals Franco.

Als Kirschey und Fritz Benner die jubelnden Massen an der Grenze sehen, „fingen wir aus Begeisterung an zu weinen. Und das erste, an was wir dachten: So hätten wir es in Deutschland machen müssen“, hat Kirschey die damaligen Bilder auch noch 1989 im Kopf, als er mit dem Dokumentarfilmer Volker Hoffmann für die Dreharbeiten zum Film „A las Barricadas“ an die Orte zurückkehrt, an denen er gut 50 Jahre zuvor im Spanischen Bürgerkrieg kämpfte.

Zweieinhalb Jahre lang lebte Kirschey illegal in den Niederlanden

So freudig Kirschey vom Empfang der Genossen erzählt, so wenig verklärt er die Kampfhandlungen. Auch Jahre danach sieht er den Krieg nur als Mittel gegen die Faschisten, nie als gewaltverherrlichenden Selbstzweck. Doch als die Meldungen vom Putschversuch der spanischen Faschisten gegen die demokratische Republik Anfang Juli 1936 bis zu Kirscheys niederländischem Exil vordringen, gibt es kein Abwägen. Die Anarchisten machen sich sofort auf den Weg.

Von Amsterdam aus – wo sie zuvor zweieinhalb Jahre illegal und in ständiger Angst, von den Behörden entdeckt und an die Deutschen ausgeliefert zu werden, gelebt hatten – geht es abseits der offiziellen Wege in den Süden. Heute vor 75 Jahren kommen sie in Spanien an. In den folgenden Wochen und Monaten erreichen zehntausende Freiwillige Spanien, darunter 3000 Deutsche. Allein aus Wuppertal sind es 40 Sozialdemokraten, Sozialisten, Anarchisten und Kommunisten, die sich 1936 aufmachen, um den Faschismus aufzuhalten.

Interne Machtkämpfe: Republikaner waren keine homogene Einheit

Es ist eine illustre Auswahl aus dem linken Spektrum Wuppertals, die vor 75 Jahren der Traum von einer besseren, klassenlosen Gesellschaft eint. Für viele ist der Gang nach Spanien auch eine Flucht vor den Gefängnissen und Folterkellern der Nazis, die mehr als 1000 ihrer Genossen 1935 durch die weltweit beachteten Gewerkschaftsprozesse erleiden müssen. Dennoch ist die Truppe keine homogene Einheit. Der Feind ist zwar derselbe, doch die Ideologien und Hintergründe der Antifaschisten sind teilweise grundverschieden.

„Das erste, an was wir dachten: So hätten wir es in Deutschland machen müssen.“

Helmut Kirschey nach seiner Ankunft an der spanischen Grenze

Auch Kirschey und Benner geraten zwischen die inneren Fronten. In den 20er Jahren selbst Mitglied der Wuppertaler KPD orientiert sich Kirschey bereits früh um: „Die Atmosphäre in der anarchosyndikalistischen Bewegung gefiel mir ausnehmend gut. Sie war antiautoritär und das genaue Gegenteil des autoritären Geistes innerhalb der kommunistischen Bewegung, außerdem konnte man verschiedener Meinung sein und offen diskutieren, ohne deswegen als Verräter angesehen zu werden“, sagt Kirschey einmal.

Für ihn sind die Unstimmigkeiten innerhalb der Linken auch der Grund, warum der Krieg drei Jahre später mit einem strahlenden Franco auf der einen und dem Tod oder der Flucht der meisten Republikaner auf der anderen Seite endet.

Bereits im Mai 1937 kommt es zu internen Kämpfen unter den Antifaschisten in Barcelona. Die Kommunisten, vorher eine eher kleine Gruppe, werden durch die Geld- und Waffenlieferungen aus der Sowjetunion – die sich wie auf der anderen Seite Deutschland und Italien in den Krieg einmischt – immer einflussreicher. Kirschey und andere Anarchisten – Benner kann kurz vorher fliehen – werden wegen angeblichen Verrats in ein kommunistisches Gefängnis gesteckt. Als sie wieder herauskommen, ist der Krieg so gut wie verloren.

Kirschey flüchtet über Frankreich und die Niederlande nach Göteborg, wo er den Rest seines Lebens verbringt. Benner flieht ebenfalls nach Schweden, wird dort verhaftet und kommt erst 1949 nach Wuppertal zurück. Doch die geliebte Heimat hat sich verändert. „Es gelang ihm nicht mehr, in Deutschland Fuß zu fassen. 1952 kehrte er enttäuscht nach Schweden zurück“, schreibt der Historiker Dieter Nelles.

Von Spanien bis in den Machtapparat der DDR

Für andere ist der Kampf in Spanien der Beginn einer großen politischen Karriere. So wie für Friedrich Dickel. 1913 in Vohwinkel geboren, tritt er 1931 der KPD bei. Nach der Machtübernahme der Nazis 1933 wird er verhaftet und flieht wie so viele aus dem „roten Wuppertal“ über Frankreich in die Niederlande.

Auch Dickel folgt 1936 dem Ruf der spanischen Republikaner und wird Kompanieführer im Thälmann-Bataillon der Internationalen Brigaden – eine paramilitärische Einheit mit Freiwilligen aus 57 Ländern, in der zahlreiche Wuppertaler wie der Schriftsteller Walter Kaiser-Gorrish und der spätere Medizin-Professor Carl Coutelle aktiv sind. Dort kämpfen sie Seite an Seite mit Ernest Hemingway, George Orwell, Pablo Picasso und Ernst Busch.

Nur ein Jahr später folgt Dickel dem Ruf aus Moskau. Er arbeitet für den militärischen Nachrichtendienst der UdSSR in Finnland und China, tritt nach der Rückkehr nach Deutschland 1946 der SED bei und arbeitet sich 1963 zum DDR-Innenminister und Chef der Volkspolizei sowie der Zivilverteidigung hoch.

Auch der 1908 in Barmen geborene Artur Dorf fand sein Glück in der DDR. Der Chefredakteur der Bergischen Volksstimme und KPD-Chef in Solingen und Hagen kämpft in Spanien ebenfalls in den Internationalen Brigaden. Nach dem Zweiten Weltkrieg leitet er die Polizei Brandenburg, wird Lehrstuhlleiter an der Parteihochschule Karl Marx und Vorsitzender des Zentralvorstands der DDR-Gesellschaft für Sport und Technik.

Doch die meisten Spanienkämpfer werden weder glücklich noch erfolgreich. Einige sterben im Krieg – Ernst Lau, Paul Röcker, Rudolf Schäfer und Walter Seelheim – oder werden auf der Flucht interniert oder verhaftet und landen im KZ. Ihr Krieg gegen den Faschismus begann mit der Hoffnung auf eine bessere Welt. Doch selbst nach dem Weltkrieg und dem Ende der Nazi-Herrschaft können sie sich mit dem neuen Deutschland nicht identifizieren. Sie ziehen desillusioniert in alle Welt oder sterben einsam in Wuppertal. Offiziell geehrt werden die wenigsten.

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