Presse: Vohwinkler setzen Zeichen gegen rechtsextreme Szene

WZ-Artikel zu einer Infoveranstaltung über Neonazis in Wuppertal im „Bürgerbahnhof Vohwinkel“.

Bei einer Info-Veranstaltung im Bürgerbahnhof ging es um Möglichkeiten, den aktiven Neonazis in Wuppertal entgegenzutreten.

Vohwinkel. Schmierereien an Jugendzentren oder Parteibüros, massenhaft Aufkleber und zuletzt offene Drohgebärden – die rechtsextreme Szene zeigt im Westen Wuppertals schon länger auffällige Präsenz. Dagegen fand jetzt im Bürgerbahnhof Vohwinkel eine Veranstaltung der Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz statt. Dort wurde über rechte Aktivitäten, die längst nicht nur den Stadtteil betreffen, aufgeklärt. Zudem diskutierten die rund 60 Besucher Lösungen für das Problem. Einhelliger Tenor: Die Menschen vor Ort lassen sich nicht einschüchtern und setzen ein deutliches Zeichen gegen Rechts.

Die Neonazis – eine kleine, aber aktive und gewaltbereite Gruppe

Breite Unterstützung für diese klare Haltung gibt es unter anderem aus der Politik. „In Wuppertal ist kein Platz für menschenverachtende und billige Parolen“, sagt Oberbürgermeister Peter Jung (CDU). Man werde nicht zulassen, dass einige wenige Ewiggestrige das friedliche Zusammenleben von über 150 Nationen stören, so Jung. Tatsächlich handelt es sich laut der Initiative für Demokratie und Toleranz bei der rechten Szene im Stadtgebiet um eine zahlenmäßig überschaubare Gruppe. „Diese ist aber bestens vernetzt, zeigt sich gern öffentlich und ist zudem gewaltbereit“, erklärt Geschäftsführer Sebastian Goecke.

Dass es sich bei den rechten Aktionen mitnichten um harmlose Dummejungenstreiche handelt, zeigte in Vohwinkel zuletzt ein Vorfall vom Mai. Rund 15 zum Teil mit Baseballschlägern bewaffnete Jugendliche positionierten sich bei einem Filmfestival vor den Räumen des Vohwinkeler Bürgerbahnhofs. „Die wollten uns ganz klar einschüchtern“, sagt Bürgerbahnhof-Sprecher Uli Kopka. Bei der Diskussionsrunde am Mittwoch zeigte daher auch die Polizei Präsenz. Der Abend blieb aber ruhig.

Polizei: „Wir haben ein waches Auge auf das Thema“

„Wir haben ein waches Auge auf das Thema“, sagt der Leiter der Polizeiinspektion Wuppertal, Wolfgang Lonken, der die Informationsveranstaltung begrüßte. „Wir Demokraten müssen deutlich Flagge gegen rechte Tendenzen zeigen“, so Lonken. Vehement wehrt er sich gegen Vorwürfe, die Polizei verharmlose die Problematik. „Wir gehen das offen an und tun unser Möglichstes“, sagt der Beamte. Ähnliches war im Bürgerbahnhof zu hören: „Wir lassen uns von den Rechten in Vohwinkel doch nicht auf der Nase herumtanzen“, sagte eine Zuhörerin. ebi

* Lösungsvorschläge

Um der Aktivität der rechten Szene entgegenzutreten, sei große Geschlossenheit nötig, hieß es am Mittwochabend. Vorgeschlagen wurden etwa gemeinsame Aktionen mit der Bezirksvertretung, die Vernetzung der Schulen und die Kooperation mit Vereinen.

Quelle: http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/stadtteile/vohwinkel/vohwinkeler-setzen-zeichen-gegen-rechtsextreme-szene-1.713505


1 Antwort auf „Presse: Vohwinkler setzen Zeichen gegen rechtsextreme Szene“


  1. 1 Presse: Vohwinkler setzen Zeichen gegen rechtsextreme Szene … » Beliebteste Suchbegriffe Pingback am 16. Juli 2011 um 19:19 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.