Pressemitteilung: Einschusslöcher im Nicaragua-Büro

Heute wurden in den Scheiben des Nicaragua-Büros in Wuppertal Einschusslöcher in den Scheiben vorgefunden. Wir dokumentieren im folgenden die Pressemitteilung des Büros:

Wuppertal, 04. Juli 2011

Einschusslöcher im Informationsbüro Nicaragua

/Ein faschistischer Hintergrund ist wahrscheinlich/

Am vergangenen Wochenende wurden mehrere Löcher in die Scheiben des in
der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit tätigen Informationsbüro
Nicaragua, e.V. geschossen. Dieser Angriff reiht sich ein in eine Serie
von faschistischen Sprühereien, Aufklebern und Plakaten der ‘Autonomen
Nationalisten’ (wie Hakenkreuz, Aufrufe zu Naziaufmärschen und
feindliche Äußerungen gegen vermeintlich Nicht-Deutsche), mit denen seit
September letzten Jahres immer wieder die Fassade und die Fenster des
Informationsbüros beschädigt wurden.

Zwar hinterließen die Täter*innen diesmal keine inhaltliche Botschaft;
der faschistische Hintergrund ist aber zu vermuten. Das Informationsbüro
Nicaragua äußert und engagiert sich seit jeher öffentlich gegen
Faschismus und Diskriminierungen. Die vergangenen Angriffe mit
Sprühereien und Klebereien richteten sich jedes Mal eindeutig gegen
diese klaren Positionierungen des Büros v.a. gegen Nazis, ihre
Aufmärsche, Rassismus und das europäische Grenzregime.

Der Angriff geschieht außerdem in einer Zeit, in der zunehmend Linke von
Nazis in Wuppertal auf der Straße mit Waffen angegriffen werden.
Faschistische Äußerungen können in dieser Gesellschaft immer öfter
unwidersprochen geäußert werden.

Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

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Informationsbüro Nicaragua e.V.
Deweerthstr. 8
42107 Wuppertal
Tel. 0202-300030
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