Sponti nach Naziübergriff

Gestern fand in Wuppertal-Elberfeld eine Sponti aufgrund des Naziübergriff am Donnerstag statt. An dieser beteiligten sich ca 150-200 Menschen. Folgend der linksunten.indymedia-Bericht, Fotos folgen erst in den nächsten Tagen.

Am heutigen Abend fand eine antifaschistische Demonstration in Wuppertal-Elberfeld statt. Anlass war der gestern verübte Mordversuch an einer Antifaschistin durch den bereits bekannten Nazi Tim Schulze-Oben. Die Demonstration zog mit ca. 250 Teilnehmer_innen, nach einer kurzen Auftaktkundgebung am Döppersberg, von ca. 19.00 bis 20.00 durch die Innenstadt und das angrenzende Luisenviertel.

Tim Schulze-Oben, der zur Zeit bei Marie Leder in der Erholungsstr.4 wohnt, hat schon mehrfach Antifaschist_innen und andere Personen angegriffen und wiederholt Menschen mit Messern bedroht. In den letzten Wochen häuften sich Angriffe gegen politische Gegner an denen Tim Schulze-Oben und Marie Leder beteiligt waren.
„Der gestrige Angriff war eine Steigerung der vorherigen Gewalt. Tim Schulze-Oben stach zweimal auf eine am Boden liegende Antifaschistin ein. Nur durch Zufall wurde diese nicht schwer verletzt.“ sagte eine der Organisatorinnen der spontanen Demonstration. Die Betroffene des Angriffs berichtete, Tim Schulze-Oben habe zuvor geäußert, er habe kein Problem damit jemandem in der Öffentlichkeit abzustechen.

An der Wohnung der beiden Nazis fand während der Demonstration eine Zwischenkundgebung statt. Beide sind organisierte Nazis und Teil der „Nationalen Sozialisten Wuppertal“, die mit an der Organisation des Naziaufmarschs im Januar diesen Jahres in Wuppertal beteiligt waren. Neben der Demonstration fiel die Gruppe durch verschiedene Angriffe auf. Unter anderem überfielen sie mit Hilfe auswärtiger Nazis im Herbst 2010 eine Filmvorführung („Das braune Chamäleon“) des Wuppertaler Medienprojekts im Cinemaxx und bedrohte vor kurzem die Besucher_innen einer Filmvorführung anlässlich des 8.Mai (Tag der Kapitulation/Befreiung) im Bürgerbahnhof Vohwinkel. DIe „Nationalen Sozialisten“ beziehen sich offen auf den Nationalsozialismus und brachten dies in Wuppertal unter anderem durch die Schmierereien am Denkmal für die Opfer des NS im Deweerth´schen Garten in der Nacht vor der dort stattfindenden Zeitzeug_innen-Veranstaltung anlässlich der Befreiung Wuppertals zum Ausdruck.

http://de.indymedia.org/2011/06/309943.shtml

http://linksunten.indymedia.org/de/node/39666

http://linksunten.indymedia.org/node/32911

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Presse:

Die sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten Josef Neumann, Andreas Bialas und Dietmar Bell äußern sich zum tätlichen Angriff auf zwei Personen in Wuppertal.

Die Wuppertaler SPD-Landtagsabgeordneten zeigen sich entsetzt über die Messerattacke der stadtbekannten Neonazis Tim Schulze-Oben und Marie Leder auf zwei Demonstranten am 16. Juni in der Elberfelder Innenstadt und verurteilen den Übergriff scharf. Josef Neumann, Andreas Bialas und Dietmar Bell fordern dazu auf, klar gegen die Nazis, die sich in Wuppertal unter dem Namen “Nationale Sozialisten Wuppertal / NASO WPT” zusammengeschlossen haben, Stellung zu beziehen: “Wir dürfen diesen Hetzern und Schlägern keinen Raum in unserer Stadt bieten!” formuliert es Josef Neumann entsprechend deutlich.

Quelle: njuuz.de

Neonazi-Attacke im Luisenviertel

In Elberfeld haben gestern Nachmittag zwei Neonazis ein Pärchen angegriffen. Laut Polizei gab es eine Auseinandersetzung an der Luisenstraße, in deren Verlauf eine 18-jährige aus der rechten Szene eine zwei Jahre ältere Frau getreten hat. Ihr Begleiter, ebenfalls der Neonaziszene zuzurechnen, soll mit einem Messer gedroht haben. Die Opfer informierten danach die Polizei, die Ermittlungen dauern an. Die mutmaßlichen Angreifer sind der Polizei als Neonazis bekannt.

Quelle: Radio Wuppertal

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Foto:

sponti 17.06.