Antifasponti & Flugblatt von/zu gestern

Als Reaktion auf die heutige Präsens ( http://de.indymedia.org/2011/01/298411.shtml) von Nazis aus verschiedenen Städten in Wuppertal-Elberfeld (Innenstadt) und Wuppertal-Vohwinkel gab es am Abend des 22.01.2011 eine antifaschistische Demonstration mit ca. 100 Teilnehmenden.
Nachdem am Nachmittag Nazis Antifas angegriffen haben, als Hooligan-Mob durch die Einkaufszone zogen und später eine spontan angemeldete Demonstration in Wuppertal-Vohwinkel veranstalteten, machten sich ca. 100 Personen gegen 21.30 auf den Weg nach Wuppertal-Vohwinkel. Mit einer spontanen Demonstration sollte in Vohwinkel über die Aktivitäten der Nazis zu informiert werden, für die Gegenaktivitäten zum geplanten Nazi-Aufmarsch mobilisiert werden und den Nazis gezeogt werden, dass weder Wuppertal noch Vohwinkel „ihre Stadt“ ist, wie sie auf Aufklebern behaupten.
Lautstark und entschlossen ging die Demonstration 40 Minuten quer durch Vohwinkel und über die örtliche Hauptstraße. Die Demonstration ging zu Beginn an der Kneipe „Bierbrunnen“ die vorbei, in der sich regelmäßig die örtlichen Nazis treffen. Im weiteren Verlauf ging die Route noch an der Wohnung von dem örtlichen Nazi Mike Dasberg (Haesselerstr. 69) vorbei und in einem kurzen Beitrag wurde auf diesen hingewiesen.
Die Polizei traf nach ca. 10 Minuten ein und beschränkte sich darauf den Verkehr zu regeln, womit sie allerdings schon absolut überfordert waren.
Die Nazis ließen sich trotz ihres Auftritts am Nachmittag nicht blicken.
Am Rande der Demonstration wurden Flugblätter verteilt (siehe unten) und die Bevölkerung per Megafondurchsagen informiert.
http://actiondayswpt.blogsport.de

Nun dokumentieren wir noch das Flugblatt das auf der Sponti verteilt wurde:

Am nächsten Samstag wollen Nazis in Wuppertal-Elberfeld gegen „Antifaschismus und linke Gewalt“ demonstrieren. Die meisten der Wuppertaler Nazis, die den Aufmarsch organisieren wohnen in Wuppertal-Vohwinkel.
Heute verteilten sie in der Elberfelder Innenstadt Flyer für den Aufmarsch. Als Antifaschist*innen dort vorbei kamen und von den Nazis erkannt wurden, griffen die insgesamt 50 Nazis die ca 10 Antifas an. Der Mob von 50 zum Teil bewaffneten Nazis zog Parolen rufend ein kleines Stück durch die Elberfelder Innenstadt. Viele Menschen, die gerade beim Einkaufbummel waren, zeigten sich schockiert über das massive und offen gewalttätige Auftreten der Nazis.
Am frühen Abend zogen dieselben Nazis dann als Parolen rufender Mob durch Vohwinkel und schüchternen auch dort Passant*innen ein.

Der Aufmarsch der Nazis am 29.01.2011 richtet sich u.a. gegen „Antifaschismus und Linke Gewalt“. Heute konnte man mal wieder sehen, von wem die Gefahr ausgeht. Antifaschist*innen versuchen durch ihre Arbeit den Nazis möglichst wenig Spielraum zu gebe, um Menschen zu schützen, die rassistisch stigmatisiert werden oder in anderer Weise nicht in das Weltbild der Nazis passen. Nazis müssen an körperlichen Angriffe und dem Verteilen von Hetzpropaganda gehindert werden. Das ist keine „linke Gewalt“, sondern Zivilcourage damit Menschen jeglicher Herkunft, Religion, sozialen Stellung, sexuellen Orientierung etc. ohne Angst vor Übergriffen leben können.

Kein Fußbreit den Faschist*innen – Keinen öffentlichen Raum für Nazis

Quelle beide: http://de.indymedia.org/2011/01/298457.shtml